Schreiben und Tanzen

Die Schnittstellen zwischen Tanzen und Schreiben sind es, die mich faszinieren.
Wie zwei Sprachen, die es zu übersetzen gilt, ohne der einen noch der anderen etwas von ihren Farben und Stimmungen zu nehmen.
Mich reizen die Zwischenräume, das Verborgene und Heimliche, die leisen, ungehörten Dinge. Wie sie sich in den Nischen und Winkeln unserer Tage, all unserer Tage, verstecken – voll Bescheidenheit und Anmut. Egal, was ich tue, die Wunder sind in allen Dingen. Das Zubereiten und Anrichten von Nahrung, die Art, wie wir uns ein Zuhause schaffen, wie wir miteinander umgehen, uns zu hören, uns Geschichten erzählen. Wie wir der Welt begegnen und uns mit ihr verständigen.
Lausch, lausch, den Blättern im Wind, den kleinen, verborgenen Dingen.
Hör wie sich das Geräusch unserer Blicke anfühlt. Und die Füße auf den Steinen, im Sand. Lach ohne Grund, sei der Himmel über den Felsen. Renn nackt ins Meer, tanze wilde, sinnlose Reigen im Regen.

 

Felsen